Kulinarischer Reiseführer
 

Sizilien - Insel mit Sonne, gutem Wein und hervorragender regionaler Küche

Sizilianische KücheSetzt der Reisende seinen Fuß auf sizilianische Erde, dann steht er sozusagen auf dem Grenzstein zwischen Europa und Afrika. Nur ca. 140 km trennen beide Kontinente an dieser Stelle.
Sizilien
profitiert von dieser Lage mit Sonne, Sonne und nochmals Sonne - nirgendwo in Europa gibt es mehr Sonnenstunden im Jahr als hier.
Es ist also das perfekte Urlaubsziel für sonnenhungrige, die am Meer Erholung suchen.

Aber Sizilien hat noch mehr zu bieten - abwechslungsreiche mediterrane Landschaften mit Weinbergen und den typischen Olivenhainen, das raue Gebirge mit schroffen Gipfeln und tiefen Schluchten und eine unglaublich vielfältige Vegetation. Buchen- und Eichenwälder, Wacholder, Moose, Flechten und anspruchlose Gräser und Blumen bis über 2000 m und Myrthe, Mastix, Oleander, Johannisbrotbäume, Zwergpalmen, Agaven, Kakteen und vieles mehr in den küstennahen Gegenden.
Zitronen, Orangen und Mandeln finden hier ideale Bedingungen und wer im Februar/März die Insel bereist erlebt eine überwältigend blühende Landschaft. Die beste Reisezeit ist also das Frühjahr bis Ende Mai/Anfang Juni und September/Oktober. Im Sommer kann es sehr heiß werden, vor allem im Landesinneren.

Gerade das Landesinnere, abseits vom Touristentrubel der Küstenstädte, ist jedoch für diejenigen, die Land und Leute kennenlernen möchten, am interessantesten.
Die Sizilianer sind zumeist unglaublich gastfreundlich wenn man ihnen offen und herzlich, aber respektvoll begegnet. Leider ist das Angebot an Urlaubsunterkünften im Inselinneren eher spärlich. Inzwischen gibt es aber immer mehr Bauern, die einfache, landestypische Unterkünfte anbieten.
Wenn man sich für einen Urlaub nicht direkt an der Küste entscheidet oder auch ab und an einfach so über die Insel fährt findet man bestimmt eine Trattoria, wo man beste landestypische Gerichte aus frischen, regionalen Zutaten vorgesetzt bekommt.

Die eigentliche "Sizilianische Küche" gibt es aber eher nicht - Sizilien hatte viele Herren und jeder brachte etwas mit, was letztendlich in den Kochtöpfen landete. So entwickelte sich eine von vielen unterschiedlichen kulturellen Einflüssen geprägte Küche, die von Kennern als die beste regionale Küche Italiens bezeichnet wird. Und - Essen und Trinken bedeutet für die Sizilianer Lebensqualität. Man nimmt sich Zeit und genießt, das ist wohl die treffendste und kürzeste Beschreibung dafür.

Machen Sie es wie die Sizilianer und genießen Sie in Ruhe, was die einheimische Küche hergibt. Sie werden (fast) immer sehr zufrieden die gastliche Stätte verlassen, egal, ob es ein Restaurant am Hafen in einem der Urlauberdomizile ist oder die Trattoria in einem kleinen Ort im Landesinneren.

Eine Mahlzeit beginnt stets mit einer Auswahl an Antipasti. Am besten ist die "caponata". Das sind säuerlich eingelegt Auberginen, Kapern, Zwiebeln, Oliven, manchmal auch mit Sellerie und Sardellen. Beliebt und köstlich sind auch "arancini", frittierte Reisbällchen, die man mit unterschiedlichen Füllungen bekommen kann. Es gibt aber auch durchaus deftigere Vorspeisen wie Würste, Käse aus Schafsmilch oder eingelegte Pilze.
Unverzichtbar ist frisches Brot, einfaches wie "pane cunzato" oder Brot mit Sesam und/oder Fenchelsamen.

Weiter geht es mit Pasta. Die Varianten der Zubereitung und Zusammenstellung mit anderen Zutaten sind einfach nicht zu zählen. "pasta alla Norma" (Nudeln, meist Macceroni, mit Auberginen, Tomaten, Basilikum, Knoblauch und Ricotta) aber ist auf jeder Speisekarte zu finden.
Ab und an wird auch Couscous, meist mit Fisch, aber auch mit Lamm, angeboten.

FischFisch ist als Hauptspeise beliebter als Fleisch. Kein Wunder, kommt er doch fangfrisch in kürzester Zeit in jede Ecke der Insel. Schwertfisch "pesce spada", Thunfisch "tonno", Seezunge "sogliola", Rotbarbe und auch Gerichte mit Stockfisch hat man zur Auswahl. Finden Sie gegrillte Sardinen auf der Speisekarte, dann greifen Sie unbedingt zu - nur mit etwas Zitrone, Olivenöl und Brot eine wahre Delikatesse.

Zu empfehlen ist auch die sizilianische Fischsuppe "zuppa di pesce siciliana" - aber aufpassen, sie ist meist sehr reichhaltig.
Zu einer guten Mahlzeit gehören in Sizilien unbedingt süße Nachspeisen. Diese sind wirklich süß und erinnern an den orientalischen Einfluss. Die Königin der Süßspeisen ist wohl die "cassata", eine üppige Torte aus Früchten, Ricotta, Schokolade und Biskuit.

Sollten Sie nun Lust auf Sizilien und seine kulinarischen Verführungen bekommen haben, dann noch ein Hinweis: es ist üblich, wenn man sich schon für ein Ristorante, eine Trattoria oder eine Osteria entschieden hat, dort auch ein Menü zu bestellen, also mindestens eine Vorspeise, Hauptgericht und Nachspeise. Ist der Hunger nicht groß genug, sollte man besser einen Imbiss aufsuchen.

 

 

 

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