Kulinarischer Reiseführer
 

Prag - die köstliche goldene Stadt

Tschechische KücheBraten, Knödel, Kraut und Bier: das ist grundsolide tschechische Kost, wie man sie kennt.
Doch Prag hat sich gewandelt in den letzten Jahren und ist nach der endgültigen Öffnung in Richtung Westen zu einer spannenden, weltoffenen Metropole geworden.
Erkennbar ist das nicht zuletzt an den vielen internationalen Restaurants, die inzwischen in der Stadt eröffnet haben. So findet sich in Prag die italienische Küche mit Pasta und Pizza ebenso wie die französische Haute-Cuisine.
Auch griechische Lammspezialitäten, japanisches Sushi und indische Curryspezialitäten sind vielfach vertreten.

Aber keine Angst: die hervorragende tschechische Kochkunst kommt nach wie vor zu ihrem Recht, und in der Tat ist ja nichts gegen Gänsebraten, Gulasch, Buchteln oder Palatschinken einzuwenden. Zumal bei der Zubereitung heute das schwere Gänse- oder Schweineschmalz häufig durch Margarine ersetzt wird, die dazu gereichten Knödel immer luftiger hergestellt werden und auch längst nicht mehr so unglaublich riesig geraten.

PragTraditionelles neu gewandet

Die bekannten tschechischen Speisen treten in den modernen Prager Restaurants mehr und mehr in schicker neuer Aufmachung in Erscheinung.
Egal, ob es um Gänse- oder Entenbraten mit Kroketten statt Knödeln geht oder aber Wildgerichte mit Birnen, Honig und Rosinenreis kombiniert werden - häufig kann ein französischer Einfluss nicht verleugnet werden.
Dazu kommt, dass in Tschechien nicht nur gutes Bier, vor allem ausgezeichnetes dunkles Pils, hergestellt wird. Es gibt auch phantastische einheimische Weine, die von über 8500 Winzern im ganzen Land produziert werden. Und Wein harmonisiert natürlich hervorragend mit den vielen neuen Kreationen.

Gleichberechtigt neben den neu modifizierten Gerichten stehen aber häufig auch noch die traditionellen böhmischen Spezialitäten auf den Speisekarten, so zum Beispiel die Kaninchenkeule in Knoblauch, der Altböhmische Fleischteller mit Ente, Schwein und Geräuchertem und nicht zuletzt der gespickte Schweinebraten mit Knödeln. Und als Nachspeise dürfen natürlich Palatschinken nicht fehlen: eingerollte Pfannkuchen mit Marmelade, Früchten oder Eis gefüllt und mit Puderzucker bestreut.

Prager SchinkenPrager Schinken

Die wohl berühmteste, typisch böhmische Prager Speise ist sicherlich der Prager Schinken, ein Kochschinken aus der Hinterkeule von jungen Schweinen. Diese wird zunächst mit Salz, etwas Zucker und Gewürzen eingerieben und so zirka einen Monat lang trocken gepökelt. Danach wird die Keule ebenfalls einen Monat lang kalt geräuchert, hierfür wird Nadelholz verwendet. Nach zwei Monaten ist der Schinken dann fertig für die weitere Verarbeitung.

Je nach Verwendungszweck wird die Keule anschließend vorgekocht oder geschmort, bevor danach die Schwarte entfernt und der Schinken in Brotteig gehüllt im Ofen fertig gebacken wird. Prager Schinken ist eine Hauptspeise, das zarte Fleisch wird in Scheiben geschnitten, mit Madeirasoße, Pellkartoffeln oder Püree serviert.

Food Festivals in Prag

Seit 2007 findet jeweils im Frühjahr das Prager Food Festival statt, bei dem die bekanntesten Chefköche - nicht nur aus tschechischen Küchen - ihre Delikatessen öffentlich kredenzen. Das kulinarische Ereignis des Jahres bietet unter anderem tägliche Kochshows zu verschiedenen Themen, die zum Teil auch mit internationalen Koch-Stars besetzt sind.

Einen gesunden Ableger hat das Festival auch schon geboren: das Prager Health Food Festival garantiert dafür, das gesunde Ernährung und kulinarische Schwelgerei einander nicht ausschließen müssen.

Das Prager Bierfest dagegen bietet über zehn Tage eine bunte Zusammenstellung aus dem Besten, was die tschechische Braukunst zu bieten hat. Fünfzig verschiedene Biersorten stehen zur Verköstigung bereit, dazu kommt regionale Feinkost von Metzgern, Wurstmachern und Konditoren. Also alles, was eine gute Party braucht.

 

 

 

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