Kulinarischer Reiseführer
 

Auf zum Nordkap(p)

NordkapDas Nordkap, oder auf norwegisch "Nordkapp", ist so ziemlich jedem, der sich Richtung Eismeer aufmacht ein Begriff. Aber Nordkap, das ist nicht nur der Felsen mit der berühmten Weltkugel obenauf, das ist eine ganze Region, die nördlichste Gemeinde Europas und auf der Insel Magerøya gelegen.

Sollte jemand Lust verspüren sich von hier aus Richtung Nordpol aufzumachen - kein Problem, der Nordpol ist nur noch 2100 Kilometer entfernt.
Die notwendige Ausrüstung und den Proviant bekommt man, in Honningsvåg, dem Verwaltungszentrum, Anlaufpunkt aller Kreuzfahrtschiffe und all derjenigen, die auf eigene Faust bis hierher gefahren sind um einmal um Mitternacht die Sonne am Nordkap durch die Weltkugel scheinen zu sehen.
Ein grandioses Schauspiel für die, die Glück haben und das Nordkap nicht nur im dichten Nebel bestenfalls erahnen können.
Aber da sich hier das Wetter in kürzester Zeit komplett ändern kann, sollte man Zeit einplanen und die Chance, dass die Sonne schnell wieder scheint ist immer gegeben.

Die Wartezeit kann man sich in der Nordkaphalle im dortigen Café, der Bar oder dem Restaurant erträglich machen, zumal es draußen auch in der kurzen Sommerzeit, in der man überhaupt bis hierher fahren kann, empfindlich kühl werden kann. Hier darf man die Meßlatte an die kulinarischen Genüsse nicht zu hoch anlegen, aber die Portionen sind ausreichend und es schmeckt.

Busse fahren von Honningsvåg zweimal täglich zum Nordkap, allerdings kann man sich nicht darauf verlassen, auch einen Platz zu ergattern - ist der Bus voll, dann geht nichts mehr. Die eine Alternative sind Taxis, die man am Hafen findet, aber auch die sind zahlenmäßig eher gering. Die andere Alternative sind Mietwagen, Infos dazu gibt es ebenfalls am Hafen in der Touristeninformation.

Will man sich vor den ca. 35 km von Honningsvåg bis zum Nordkap noch stärken, so kann man das im Restaurant Corner, Fiskeriveien 2c oder Tre kokker Storgata 8 tun. Es gibt u. a. gute Fischgerichte aber auch Kaffee und Kuchen.
Ein Erlebnis ist auch die "Artico Ice Bar" - arktischer Winter für den Sommerbesucher mit interessanten Informationen über die Region und das oftmals harte Leben hier.

Übrigens, ganz wichtig: die Hackfleischbällchen heißen in Norwegen Kjøttkaker und nicht etwa Kötbullar wie bei den schwedischen Nachbarn, und werden meist mit einer dunklen Soße und Rotkohl angeboten.

FischFisch gehört viel und oft auf den norwegischen Speiseplan. Fisch gibt es immer frisch und in unzähligen Variationen, z. B. als Fiskebøller (Fischbouletten).
Lachs (Laks) steht hoch im Kurs und am besten schmeckt geräucherter, gedünsteter oder gebratener Wildlachs oder gekocht mit Sauerrahm.
Die nächsten Plätze nehmen die Seeforelle (Sjøørret), Heilbutt (Hellefisk) und gekochter Dorsch ein.

Die norwegische Küche ist oft einfach, deftig aber durchaus schmackhaft aus den Zutaten, die die Region hergibt. Gute einheimische und bodenständige Gerichte findet man, wie überall heutzutage, vor allen in den kleineren Ortschaften oder in speziellen Restaurants in den größeren Städten.
Auf den Speisekarten steht vorrangig Lamm und natürlich Rentierbraten mit
Preiselbeeren - sollte man unbedingt probieren und als Nachtisch zünftig norwegisch Moltecreme aus Moltebeeren.
Eine Spezialität ist auch der süße braune, nach Karamell schmeckende, Käse, meist aus Ziegenmilch hergestellt.

Kleiner Tipp zwischendurch: Für eine Reise nach Norwegen empfehlen wir die Angebote der Website www.hinundweg.de.

Wenn man schon so weit nördlich gereist ist, sollte man auch das nördlichste Fischerdorf der Welt besuchen, Skarsvåg. Hier kann man die größte Krabbe der Welt, die Kamtschatka- oder Königskrabbe, bewundern und sogar anfassen. Es gibt in der Nähe einen Zeltplatz "Midnattsol Camping" mit Hütten, die gemieten erden können und einem recht ordentlichen kleinen Restaurant. Geöffnet ist der Platz von Anfang Juni bis Mitte September.

Ein gutes und gemütliches Restaurant findet man ebenfalls in dem kleinen Ort Repvåg - das Restaurant befindet sich in einer alten, still gelegten Fischfabrik und ist nicht zu verfehlen.

 

 

 

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