Kulinarischer Reiseführer
 

Island - kulinarisch experimentierfreudig zwischen Feuer und Eis

IslandFjorde, sprühende Geysire, monumentale Wasserfälle, heiße, dampfende Quellen, mit einer Durchschnittstemperatur von 29° C, und eisige Gletscher - das ist Island, das Land der Trolle und Elfen.

Die Küche Islands ist traditionell bäuerlich einfach und ab und an auch nicht jedermanns Sache wenn man z. B. an den fermentierten, stark nach Ammoniak riechenden Grönlandhai / hákarl denkt oder an gekochte Hammelköpfe / svið - beides wohl nur mit nur mit einem starken Schnaps wirklich zu genießen.

Nach und nach aber entdeckten junge, experimentierfreudige Köche die Möglichkeiten der Moderne und kombinierten die einheimischen landestypischen Zutaten mit den importierten exotischen Früchten, Gewürzen und Kräutern. Das Ergebnis ist eine nordische Fusion auf hohem Niveau.
Zu gute kommt diese nicht nur den ca. 320000 Isländern sondern auch den zahlreichen Touristen, denn inzwischen ist der Tourismus der zweitgrößte Wirtschaftszweig nach dem Fischfang.

Die isländische Küche ist dadurch vielfältiger geworden, hat aber nichts von ihrer Ursprünglichkeit verloren. Die Einheimischen und Gäste lieben weiterhin den an der Seeluft getrockneten Fisch, Walfleisch und Schalentiere, Rentier, Lamm und die üppig gedeihenden Pilze und Beeren.
Ein absolutes Festessen sind gesäuerte Widderhoden / hrútspungar - für einen einfachen Mitteleuropäer eher sehr gewöhnungsbedürftig.

Zum Kaffee darf das typische isländische Schmalzgebäck ‚kleinur' ebenso nicht fehlen wie üppige Sahnetorten.

In Island findet man alles an Restaurants: vom Wikingerlokal über Fast Food, Nobelrestaurants, gemütlichen Cafés bis hin zum Asiaten. Es werden aber zumeist frische, heimische Produkte verarbeitet und daraus köstliche Gerichte gezaubert.

In Reykjavík gibt es im Restaurant "Perlan" eine sehr gute Küche und einen überwältigenden Blick über die Stadt gibt es dort gratis dazu.
Gegrillten oder geräucherten Lachs sollte man unbedingt in einem der kleinen Restaurants im Hafen probieren

Island - Geysir StrokkurGrüne Wiesen und schwarze Strände

Um den Süden der Insel zu erkunden, ist Selfoss ein günstiger Ausgangspunkt. Nur ca. 60 km in nordöstlicher Richtung befindet sich das Thermalgebiet mit dem Geysir Strokkur, dessen Fontäne bis zu 20 Meter hoch sprudelt.
Auf den Schafweiden wachsen verschiedenartige Kräuter, die dem Lammfleisch eine besondere "Würze" geben, Eine Spezialität ist "saltkjöt" - gepökeltes, gekochtes Fleisch, das kalt gegessen wird.

Die wohl schönsten schwarzen Strände befinden sich in der Nähe des Ortes Vik. Das empfehlenswerte Café "Halldórskaffi" befindet sich im Haus der Touristeninformation.

Faszinierendes Hochland

Vom Süden in den Norden geht es über das Hochland - menschenleer, lavagrau, beeindruckend. Ein Eldorado für waghalsige Geländewagenfahrer, für trainierte Mountainbiker und ausdauernde Wanderer.
Erholen kann man sich in den zahlreichen Thermalquellen, z. B. Landmannalaugar.

Verpflegung sollte man sich auf Wanderungen in dieser einsamen aber wunderschönen Landschaft mitnehmen. Es gibt mehrer gute Zeltplätze und Hütten, aber Restaurants findet man eher nicht.

Polarkreis und Götterfall

Grímsey - die Insel auf dem Polarkreis ist der der nördlichste Punkt Islands und heutzutage bequem mit dem Flugzeug zu erreichen, Das Eiland wird von vielen Seevögeln verschiedenster Art bevölkert.

Das Zentrum des isländischen Nordens aber ist die Universitätsstadt Akureyri. Interessant sind die zahlreichen alten Häuser und der ca. 100 Jahre alte Botanische Garten.
Wer hier wert auf gute einheimische Gerichte legt, sollte das Restaurant Bautin aufsuchen.

Island - GodafossNicht weit von Akureyi, ca. 50 km, bietet sich dem Touristen mit dem wohl bekanntesten Wasserfall Islands, dem Godafoss, eine beeindruckendes Schauspiel.

Bevor man Island mit seinen Gletschern, Fjorden, Quellen, Trollen, Riesen und Elfen verlässt, muss man unbedingt noch eine besondere Spezialität in einem der kleinen Restaurants mit einheimischer Küche genießen - hreindýr / Rentier.
Und für denjenigen, der sich in die isländische Küche verliebt hat und sie zu hause nicht missen möchte, gibt es in den Supermärkten der Insel und am Flugplatz eingeschweißtes Fleisch, das sich problemlos transportieren lässt - oder man hat es schon auf einem seiner Streifzüge durch das Land in einer der Kooperativen wie z. B. in Hvammstngi gekauft.

 

 

 

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