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Irland - kulinarisch groß im Kommen
Das Irish Breakfast zum Beispiel steht dem traditionellen English
Breakfast an Reichhaltigkeit in nichts nach. Doch lediglich die häufig
zu Bacon, Pudding und Baked Beans servierten Soda-Farls - das sind Kartoffelpuffer
- stellen eine typisch irische Eigenart dar. Die Nähe zu England hat es den Iren also lange schwer gemacht, eine kulinarische Identität zu entwickeln, daher bestand die traditionelle irische Küche früher vorwiegend aus kräftigen Mahlzeiten, die in erster Linie satt machen sollten. Diese Ausrichtung ist auch heute noch gerade richtig für die sanfte grüne Insel mit ihrem kräftigen Wind und dem berühmt berüchtigten irischen Regen. Darüber hinaus hat Irland inzwischen jedoch etliche interessante eigene Köstlichkeiten anzubieten. Von mangelnder Vielfalt in der irischen Küche kann also schon lange keine Rede mehr sein! Fleisch, Fisch und Kartoffeln Traditionell bildet Rindfleisch die Grundlage der irischen Küche, Schweinefleisch spielt eine eher untergeordnete Rolle, dagegen sind Lamm und Hammel wiederum häufig vertreten. Dazu kommen verschiedene Gemüse, vor allem natürlich Kartoffeln, das irische Grundnahrungsmittel schlechthin. Bereits zu Beginn des 17. Jahrhunderts wurden sie in Irland angebaut, waren sie doch damals das ideale Gemüse für die karge, wetterreiche Insel. Der reiche Ertrag der südamerikanischen Erdfrucht und die einfachen, aber vielfältigen Weiterverarbeitungsmöglichkeiten der Knollen sprachen seinerzeit dafür. Aber auch heute noch sind die Erdäpfel aus der irischen Küche nicht wegzudenken. Daneben gehören Milch, Brot und Butter zu den Basiselementen auf Irlands Esstischen. All diese bodenständigen Grundnahrungsmittel werden von einheimischen Landwirten in stets hoher Qualität produziert. In letzter Zeit nehmen immer mehr feinere Gerichte wie Fisch und Meeresfrüchte ihren Platz auf den irischen Speisekarten ein, denn schließlich ist die Auswahl riesig. Es gibt Lachs, Hummer und Krabben, auch Austern und Muscheln sind reichlich vorhanden, Schellfisch und Kabeljau runden das Angebot ab. All diese fangfrischen Köstlichkeiten werden zunehmend raffiniert zubereitet, besonders Hummer und Krabben sind außerordentlich beliebt und in den letzten Jahren in Irland zu einem wahren Siegeszug angetreten. Zwar werden Austern oft noch roh mit einem Schluck Guinness hinuntergespült, neuerdings gelten aber mit Käse und Speck überbackene Austern hier und da bereits als lokale Spezialität. Räucherlachs und Irish Stew Einzigartig ist der frisch geräucherte irische Lachs, Smoked Salmon, der häufig auch exportiert wird. In den irischen Supermärkten findet sich dementsprechend eine reichhaltige und preiswerte Auswahl, und auch in Bio-Qualität steht Räucherlachs inzwischen zur Verfügung. Doch besonders entlang der Küste gibt es etliche kleine Räuchereien, die neben Zuchtlachs auch Wildlachs verarbeiten und direkt zum Kauf anbieten. Frischer geht es nicht. Außerdem ist Wildlachs als Grundlage für einen guten Räucherlachs einfach das Beste.
Dazu muss man wissen, dass Stew ein durchaus dehnbarer Begriff ist. Im Grunde handelt es sich um irgendetwas langsam Gegartes zwischen Eintopf und Auflauf. Das fertige Irish Stew kann sich also in recht unterschiedlicher Konsistenz präsentieren, mal als Suppe, dann wieder als großer Berg aus Gemüse und Fleisch.
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