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Kulinarische Köstlichkeiten von Kent bis Cornwall
Frühstück satt Im Land des "Bed & Breakfast" sollte man das zu Unrecht verpönte "English Breakfast" keinesfalls auslassen. Frisch zubereitet handelt es sich bei einem "Full English Breakfast" um eine reichhaltige, warme Mahlzeit, die eine hervorragende Grundlage bildet für einen ausgedehnten Urlaubstag draußen in der Natur.
In manchen Gegenden, etwa in Yorkshire oder Lancashire, gibt es zusätzlich
noch den sogenannten "Black Pudding", den man keinesfalls
mit der bekannten süßen Nachspeise verwechseln sollte. Vielmehr
handelt es sich um frische, in Scheiben geschnittene Blutwurst, eine deftige
Delikatesse. Entlang der Küste sind außerdem "Kippers",
also geräucherte Heringe oder Markelen, fester Bestandteil eines
soliden englischen Frühstücks. Deftiges Hinterland "Fish & Chips": Der Backfisch labbrig und triefend
vor Fett, die Pommes in Essig ertränkt - so sieht ein weiteres kulinarisches
Vorurteil aus, mit dem die Engländer zu kämpfen haben. Wer eine günstige Mahlzeit sucht, sollte sich eines der vielen "English
Pubs" begeben. Die Annahme, dass in diesen "Kneipen"
vorwiegend Bier ausgeschenkt wird, ist insbesondere im Süden Englands
grundfalsch. In touristischen Gegenden handelt es sich oft um "Allround-Gaststätten",
in denen man unter anderem ausgezeichnet speisen kann. Ergänzt wird
das Angebot an mediterran zubereitetem Fisch häufig mit englischen
Klassikern. So steht das gegrillte Makrelenfilet oder die Muscheln in
Tomatenchili mitunter gleich neben der "Baked Potato with Sour Cream",
einer gebackenen Kartoffel mit Sauerrahm, auf der Karte. Diese befindet
sich übrigens meistens draußen auf der Straße: eine Klapptafel,
auf der in enger Schrift und mit bunter Kreide die Tagesgerichte notiert
werden.
Wenn England ein kulinarisches Highlight zu bieten hat, an dem nicht gezweifelt wird, dann ist es wohl die im ganzen Land gepflegte britische Teekultur. Bevorzugt wird schwarzer Tee mit Milch, der nicht aromatisiert ist, obwohl ausgerechnet die bekannteste englische Teesorte da eine Ausnahme macht: Earl Grey erhält seinen einzigartiges Aroma mithilfe des Bergamottöls. Beim "Afternoon Tea", dem Nachmittagstee, handelt es sich um eine vollständige Zwischenmahlzeit, bei der stets auch Sandwiches oder Shortbread, eine spezielle Teegebäcksorte, gereicht werden. Eine Besonderheit bilden die "Cream Teas", die vor allem in Devon und Cornwall zu finden sind. Hier gibt es zu einer kleinen Kanne Tee zwei "Scones", das sind süße Brötchen, "Clotted Cream" - ein ganz spezieller Rahm, der nur aus Milch von Kühen aus Devon oder Cornwall hergestellt werden darf - und Marmelade. Eine köstliche, wirklich typisch englische Mahlzeit, insbesondere wenn man sie in einem englischen Garten genießen darf. Gelegenheit dazu bietet sich glücklicherweise recht häufig, da es in Südengland die schöne Tradition des "Open Garden Days" gibt: zu diesem Anlass öffnen sich private Gärten, um den Besuchern ihre ganze Pracht zu präsentieren. Ganze Dörfer nehmen gerne daran teil. Die jeweiligen Gastgeber bieten Tee und Gebäck gegen eine kleine Spende an, die anschließend wohltätigen Zwecken zugute kommt. Gäste aus aller Welt sind dabei ganz besonders willkommen!
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